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Das Kompetenzzentrum Trauer

Trauer ist keine Krankheit, sondern ein normales Lebensgefühl, welches den ganzen Menschen erfasst und all seine Lebensbereiche berührt. Das Kompetenzzentrum Trauer heißt Betroffene mit all ihren Fragen und Gefühlen in geschützter Atmosphäre willkommen.

Angebote

So individuell wie die Trauer, sind die Angebote des Kompetenzzentrums in den Bereichen Kinder- und Jugendtrauer (phönix) sowie Erwachsenentrauer (Leuchtturm).

Zudem bieten wir verschiedene Bildungsangebote (Forum) für beruflich und privat Interessierte an.

phönix – Kinder- und Jugendtrauerbegleitung

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, gerät für Kinder und Jugendliche oft die ganze Welt ins Wanken. Gerade noch dabei, das Leben zu verstehen, erschüttert ein Verlust tief – und verändert das kindliche oder jugendliche Weltbild nachhaltig. In dieser Ausnahmesituation brauchen junge Menschen Begleitung, die ihre besondere Art zu trauern versteht und annimmt.

Die Kinder- und Jugendtrauerbegleitung phönix unterstützt betroffene Familien mit Trauergruppen, Einzel- und Familiengesprächen sowie individueller Beratung. Dabei steht der persönliche Ausdruck jedes Kindes und Jugendlichen im Mittelpunkt – sei es durch Worte, Spiel, Kreativität oder Schweigen. Denn Kinder trauern anders als Erwachsene: oft in Wellen, mit scheinbar widersprüchlichen Gefühlen und wechselndem Verhalten.

Der systemische Ansatz des Kompetenzzentrums Trauer berücksichtigt das familiäre und soziale Umfeld: Eltern, Geschwister und enge Bezugspersonen werden auf Wunsch in die Begleitung einbezogen. So entstehen neue Zugänge – für Verständnis, Nähe und gemeinsame Wege durch die Trauer.

amilienbegleitungen schaffen Zeit und Raum, gemeinsam wieder Halt zu finden – in einem geschützten Rahmen, mit erfahrenen Begleiter*innen an der Seite.

Terminvergabe über das Hospiz haus hannah:
📞 02572 95107-0 oder 02572 95107-27

In besonders dringenden Fällen ist ein Notfallkontakt über das Hospiz möglich.

Leuchtturm – Begleitung für trauernde Erwachsene

Wenn der Tod ins Leben tritt, ist nichts mehr wie zuvor. Der Verlust eines geliebten Menschen kann das eigene Leben aus der Bahn werfen – Gefühle wie Schmerz, Leere, Wut oder Orientierungslosigkeit sind häufige Begleiter. Familie und Freunde können in dieser Zeit eine wichtige Stütze sein, doch viele Trauernde möchten ihr Umfeld nicht zusätzlich belasten. Andere wiederum stehen alleine da, ohne jemanden, der sie durch diese schwere Zeit begleiten kann.

Genau hier setzt Leuchtturm, das Angebot des Trauerzentrums für Erwachsene, an.

Es bietet kompetente und einfühlsame Unterstützung, wenn der eigene Weg in der Trauer unklar oder überfordernd erscheint.

Trauernde können in Einzelbegleitungen zur Ruhe kommen, ihre Gedanken sortieren und ihrem Erleben Ausdruck verleihen. Wer Austausch mit anderen sucht, findet in zielgerichteten Trauergruppen einen sicheren Rahmen, in dem Verständnis, Offenheit und gegenseitige Unterstützung möglich sind. Alle Angebote orientieren sich an den individuellen Bedürfnissen der Betroffenen – es gibt kein „richtiges“ oder „falsches“ Trauern.

In einem persönlichen Erstgespräch wird gemeinsam geschaut, welche Form der Begleitung sinnvoll und hilfreich ist – behutsam, zugewandt und auf Augenhöhe.

Forum Trauer – weil Trauer uns alle angeht

Trauer ist nicht nur ein persönlicher Prozess – sie betrifft uns alle. Denn der Umgang mit Tod, Verlust und Abschied ist auch eine gesellschaftliche Aufgabe. Noch immer sind Trauer und Tod oft mit Unsicherheit, Sprachlosigkeit oder sogar Tabus belegt. Das Forum Trauer setzt sich dafür ein, diese Themen in die Öffentlichkeit zu bringen und Räume für Austausch, Bildung und Begegnung zu schaffen.

Das Angebot umfasst Vorträge, Informationsabende, Workshops und Fortbildungen zu verschiedenen Aspekten von Trauer und Verlust. Ziel ist es, Wissen zu vermitteln, Hemmschwellen abzubauen und Handlungsfähigkeit zu stärken – im persönlichen wie im beruflichen Kontext.

Der Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung von Menschen, die im beruflichen Alltag mit trauernden Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen in Kontakt stehen. Dazu zählen zum Beispiel pädagogische Fachkräfte, Pflegepersonal, Seelsorgende, Bestatter, Sanitäter, Polizei, Feuerwehren oder Tageseltern. Aber auch Privatpersonen, die in Familie oder Freundeskreis betroffen sind oder sich für das Thema interessieren, sind herzlich eingeladen.

Erfahrene und ausgebildete Trauerbegleiter*innen stehen für Beratung und Orientierung zur Verfügung – direkt vor Ort, z. B. in Schulen, Kindergärten oder Einrichtungen. Sie unterstützen Schulklassen, Kollegien und Berufsgruppen dabei, mit Trauerfällen sensibel und kompetent umzugehen.

Das Portfolio des Forums wird ergänzt durch Schulungen und berufsbegleitende Qualifizierungen, darunter auch das Seminar „Begleiter am Lebensende“, das Grundlagen im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer vermittelt.

Kontakt

Dirk Pauly

Hospizleitung
Trauergruppe für Frauen und Männer, deren Lebens- und Ehepartner verstorben sind

Gemeinsam mit anderen Betroffenen haben Sie in dieser Gruppe die Möglichkeit über Ihre Trauer zu sprechen, sich anderen Menschen anzuvertrauen und ihnen zuzuhören. Mit Symbolen, Texten und Bildern geben wir Anregungen und Unterstützung auf dem Weg der Trauer. Die Gruppe trifft sich jährlich an sechs Abenden.

Gruppenangebot „Trauer um die alten Eltern“

Ältere Menschen versterben, das ist der Lauf der Zeit. Unvermeidlich, normal und doch schmerzlich. Oftmals tut der Tod der alten Eltern mehr weh, als man es für möglich gehalten hätte. So will auch die Trauer um die alten Eltern gefühlt und gesehen werden. Dieses Gruppenangebot widmet sich dieser Thematik an drei Abenden.

TrauerRaum

Der Verlust eines Angehörigen oder Freundes kann unaushaltbare Trauer zur Folge haben. Es kann guttun und hilfreich sein, in dieser Phase von tiefer Traurigkeit nicht allein zu sein. „Der Trauer einen Raum geben-TrauerRaum“ heißt ein Angebot, welches mit kreativen Methoden, Texten und Gesprächen begleitet und der Begegnung mit sich und anderen einen Raum gibt.

Trauerkaffee

Jeden 2. Montag im Monat findet von 9.30 bis 11 Uhr ein Trauerkaffee für Betroffene ab 65 Jahren statt.

Weitere Informationen bei Ina Kerkering unter Tel. 02572 14517.

Weitere Informationen zu den Gruppenangeboten erhalten Sie unter 02572 951070 oder bernadette.brinkmann@stiftung-st-josef.de.

Das Kompetenzzentrum ist telefonisch oder persönlich in der freien Sprechstunde erreichbar.
Sie erreichen Evy Billermann dienstags von 14 bis 15 Uhr.
Birgit Wältring mittwochs von 18 bis 19 Uhr.
Bernadette Brinkmann donnerstags von 9 bis 10 Uhr und
Ina Kerkering freitags von 12 bis 13 Uhr.
Zentrale: 02572-95107-0

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Ihr Team im Kompetenzzentrum Trauer

Evy Billermann

Trauerbegleiterin

Telefon 02572 95107-27
E-Mail schreiben
Bernadette Brinkmann

Trauerbegleiterin

Telefon 02572 95107-28
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Ina Kerkering

Trauerbegleiterin

Telefon 02572 14517
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Birgit Wältring

Trauerbegleiterin

Telefon 02572 95107-26
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